Was Linksextremisten wirklich wollen…

Posted in Kopfguerilla on November 24th, 2009 by admin – Be the first to comment

Darüber erklärt uns, den Göttern sei Dank,  der brandenburgische Verfassungsschutz umfassend und völlig wertfrei auf.

Hier gehts zu den spektkulären Erkenntnissen.

(unbesorgt geklickt werden, ihr werdet nicht zum VS weitergeleitet ;-) ).

Das alles kam via Annalist.

Rezension: Juli Zeh / Corpus Delicti – Ein Prozess

Posted in Buchguerilla, Kopfguerilla on November 23rd, 2009 by admin – Be the first to comment

Juli Zeh reiht sich mit ihrem neuesten Roman bei Autoren wie Aldous Huxley oder George Orwell ein. Sie hat mit „Corpus Delicti“ die Vision einer zukünftigen Gesellschaft erschaffen, die in ihrer Totalität nur „das Beste“ für ihre Bürger will.

„Corpus Delicti“ spielt irgendwann im 21. Jahrhundert, vermutlich in Deutschland. Die Gesellschaft hat ihr ganzes Streben auf Gesundheit ausgerichtet. Allerdings ist das Private gleichzeitig zum Staatsanliegen geworden, de facto also abgeschafft. Gesundheit ist nun nicht mehr Angelegenheit des einzelnen, sondern wird im Interesse der Gemeinschaft überwacht. Ernährung wird nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten normiert, ein bestimmtes Sportpensum vorgeschrieben, selbst Beziehungen werden nach genetischer Kompatibilität gestaltet.

In dieser Welt lebt Mia Holl. Mias Bruder Moritz wurde des Mordes und der Vergewaltigung angeklagt und anhand der genetischen Spuren am Tatort „überführt“ (natürlich gibt es von jedem Menschen von Geburt an ein genetisches Profil). In dieser Gesellschaft, die das Leben und seinen Erhalt zum höchsten Gut erklärt hat, gibt es selbstverständlich keine Todesstrafe mehr. Aber so etwas ähnliches. Moritz wurde dazu verurteilt, auf unbestimmte Zeit eingefroren zu werden. Moritz „entzieht“ sich dieser Bestrafung, indem er sich von seiner Schwester ein Stück Angelschnur ins Gefängnis schmuggeln lässt und sich damit erhängt.

Im Laufe des Buches, das immer wieder zwischen Erinnerungen von Mia Holl und der Gegenwart wechselt, erfährt der Leser immer mehr über das Leben der Protagonisten und damit über die Gesellschaft.

In Mia und Moritz personifizieren sich zwei Gegensätze. Auf der einen Seite Mia, die Naturwissenschaftlerin, die alles rational erklärt und rational leben will. Andererseits Moritz, der Künstler, der das Leben genießt, Risiken eingeht, auch wenn sie Leben und Gesundheit gefährden. Gleichzeitig wird hier auch der gesellschaftliche Konflikt in diesen beiden deutlich. Der Staat, der diesen beiden Lebenswelten für nicht vereinbar erklärt. Aber Mia und Moritz, so gegensätzlich sie auch sind, lieben sich als Geschwister trotz alledem und gehören auch zusammen.

In dieser Situation sieht Mia sich gezwungen, entweder den unleugbaren Tatsachen (genetischer Fingerabdruck)  zu glauben, oder ihrer Liebe zu ihrem Bruder und seinen Unschuldsbeteuerungen Glauben zu schenken. In diesem Konflikt entscheidet sie sich letztendlich für ihren Bruder und damit gegen den Staat. Unterstützung erhält sie dabei von einem jungen Anwalt, der aufgrund seiner Liebe zu einer Frau, die nicht genetisch kompatibel ist, ein persönliches Interesse hat, gegen diesen Staat vorzugehen. Gemeinsam können sie auch beweisen, dass der Staat fehlbar ist und Moritz unschuldig war. Damit rühren sie allerdings an die Grundfesten der Gesellschaft. Es entstehen Gegenbewegungen, die z.B. ein Recht auf Krankheit fordern.  Dadurch sieht sich die Staatsmacht gezwungen, gegen Mia und ihren Einfluss vorzugehen und sie zu vernichten. Zwar nicht physisch, aber doch gesellschaftlich so vollkommen, dass sie daran zu Grunde gehen wird und dem Staat und seiner Doktrin nicht mehr schaden kann.

Das Buch selber ist selber szenisch gehalten. Das heißt,  es ist in viele kleine Einzelkapitel unterteilt, die häufig nur knapp eine Seite umfassen. Dadurch erhält das Buch beim Lesen ein unheimliches Tempo, die für mein Empfinden der Geschichte häufig nicht entspricht. Viele Szenen sind Innenbetrachtungen der Akteure, zu denen diese rasante Fahrt dann einfach nicht passt. Unterstützt wird dieser Effekt noch dadurch, dass man als Leser immer direkt in die Situation hineingeworfen wird. Die einzelnen Kapitel fangen immer direkt im Geschehen an, es finden keine Ortswechsel statt, bei denen der Leser mit auf die „Reise“ zum anderen Ort geht, sondern er findet sich immer direkt dort wieder.

Sprachlich ist „Corpus Delicti“ nahezu einfach gehalten. Das fördert natürlich den Lesefluss, aber auch hier wird durch die Möglichkeit, das Buch so „runter lesen“ zu können, das Tempogefühl noch gefördert.

Falls Juli Zeh diesen Effekt bewusst erzielen wollte, kann ich nicht erkennen, warum sie diesen stilistischen Kniff gewählt hat. Allerdings war dieses Buch auch mein erstes Werk der Autorin. Daher weiß ich nicht, wie sie sonst schreibt.

Fazit:

Juli Zeh zeichnet hier das Bild einer Gesellschaft, wie sie entstehen könnte, wenn die Gesundheit bzw. was der Staat dafür hält, zum bestimmenden Element des Zusammenlebens wird. Orwells Dauerkrieg und dessen Mangelzustand wurden durch körperliche Unversertheit eine Gesellschaft, der es materiell gut geht, abgelöst.

Im Rahmen der aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen erhält „Corpus Delicti“ eine immens hohe Brisanz. Stichwörter seien hier Biometrische Datenerfassung, Verknappung der Ressourcen im Gesundheitswesen, Vorratsdatenspeicherung usw. usf.

„Corpus Delicti“ sei all denjenigen empfohlen, die kritische Utopien mögen, basierend auf reale politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

Ergänzend sei noch ein Projekt empfohlen:

Juli Zeh hat mit der Band Slut eine „Schallnovelle“, wie sie es auf ihrer Homepage nennt, entworfen. Slut hat sieben neue Stücke komponiert und die Autorin liest dazu Textpassagen bzw. hat diese dazu passend neu arrangiert.

Auf ihrer Internetseite gibt es dazu Hörproben.

Lauf 23.10.2009

Posted in Laufguerilla on Oktober 25th, 2009 by admin – Be the first to comment

Art: Trail, Hügel

Länge: 8.5km

Zeit: 57:22

Wetter: 14°C, leicht bewölkt

Ich fange langsam an, tatsächlich Trail zu laufen. Ich habe zunächst meine normale kleine Runde absolviert (ca. 5km) und dann einfach noch etwas quer durch den Wald: über Wiesen, einen sogenannten Naturlehrpfad, was die Strecke gerade so hergab.

Über Stock und Stein.

Trail eben.

Trail

Posted in Laufguerilla on Oktober 23rd, 2009 by admin – Be the first to comment

Ich habe zwar erst vor kurzem wieder angefangen zu laufen, habe aber dafür gleich eine Nische für mich entdeckt:

das Trail-Laufen.  Also das Laufen abseits der gängigen Wege. Nun gut, ich gebe zu, mein Trail-Lauf ist immer noch eher ein Waldlauf. Aber ich gebe  mir Mühe und streue mit zunehmender Ausdauer Strecken ein, die querfeldein führen.

Zum Thema Trail-Laufen gibt übrigens ein sehr schönes Online-Magazin. Inhaltlich sehr spannend, mag aber für AnfängerInnen etwas überfordern sein, da hier Trail- und Ultra-Szene quasi gleichgesetzt wird. Aber reinschauen lohnt sich trotzdem:

Trail.

Und hier noch ein Video vom Ultra Trail du Mont Blanc (mein Fernziel ;-) ):

Kopfguerilla läuft

Posted in Laufguerilla on Oktober 20th, 2009 by admin – Be the first to comment

Ich habe vor einem knappen halbem Jahr wieder angefangen regelmäßig zu laufen. Nachdem ich die 110kg-Marke erreicht hatte, musste dringendst die Reißleine gezogen werden. Also habe ich meine Ernährung umgestellt (Low-Carb und Low-Fat) und angefangen Sport zu treiben. Hauptsächlich Ausdauersport in Form von Laufen kombiniert mit Kraftsport, allerdings zu Hause, nicht im Studio.

Meinen Blog werde ich dazu nutzen, meinen Trainingsverlauf zu dokumentieren und ein bisschen dazu zu schreiben.

Dem einen oder der anderen mag das zu trivial sein. Diejenigen mögen drüber weglesen. Die anderen mag nur der Sport interessieren, aber meine linke Einstellung zu Politik und Gesellschaft nicht interessieren oder sogar missfallen. Für diese LeserInnen gilt das selbe.

Die Dokumentation meiner sportlichen Aktivitäten dient in erster Linie mir selber, um meine Entwicklung besser zu verfolgen.

Wer mag, kann aber trotzdem gerne seinen Senf dazu hier hinterlassen.

Starten wir mit meinem gestrigen Lauf:

Strecke: Iserlohner Silvesterlauf von zu Hause aus gestartet

Art: Trail, Hügel

Länge: 11.8km

Zeit: 1:23:09

Wetter: 11°C, sonnig

Wenn ich von zu Hause aus loslaufe, habe ich erst einen knappen Kilometer Asphalt vor mir, der sehr steil ansteigt. Oben angekommen, war ich dann erstmal “platt”. Locker weitergelaufen, gings dann aber bald wieder. Den Rest der Strecke habe ich dann in einem sehr langsamen Tempo absolviert. Streckenweise hat mir dann aber auch die Kraft gefehlt, so dass ich einzelne Anstiege gegangen bin.

Dummerweise war meine leichte Laufjacke an dem Tag in der Wäsche. Gefühlsmäßig war es draußen sehr kalt. Also habe ich meine Winterlaufjacke angezogen, was sich nach kürzester Zeit als Fehler rausstellte. Trotz sämtlicher maximal geöffneter Reißverschlüsse, habe ich beim Laufen einen erstklassigen Saunagang hingelegt.

Insgesamt ein sehr anstrengender Lauf mit falscher Kleidung bei schönem Herbstwetter.

Mein Sack

Posted in Kopfkino on Oktober 19th, 2009 by admin – Be the first to comment

Sehr lustiges Video zum aktuellen Körperkult.

Krankenhaus selbstgemacht

Posted in Kommunikationsguerilla on Oktober 13th, 2009 by admin – Be the first to comment

Die Zukunft des Gesundheitswesens: Das “Do It Yourself – Hospital”.

Gruselig.

Globale Ressourcen aufgebraucht

Posted in Kopfguerilla on September 25th, 2009 by admin – Be the first to comment

Heute ist Earth Overshoot Day 2009.

Das heißt, dass alle Ressourcen, die unsere Erde für dieses Jahr regenerieren konnte, heute aufgebraucht wurden.

Den Rest des Jahres leben wir auf Pump.

Denk mal drüber nach.

Rette deine Freiheit

Posted in Kommunikationsguerilla, Kopfguerilla on September 23rd, 2009 by admin – Be the first to comment

via Annalist

Polizeigewalt auf der “Freiheit statt Angst”-Demo vom 12.09.2009

Posted in Kopfguerilla on September 18th, 2009 by admin – Be the first to comment

Das Video kursiert zwar schon auf diversen Seiten, aber es kann nicht genug davon geben, um die Täter an den Pranger zu stellen.

Deswegen:

1. Anschauen

2. Weiterverbreiten

3. Weitersagen

Solidarität ist eine Waffe!

freiheit statt angst / freedom not fear – demo 12.09.2009 from Gerd Eist on Vimeo.

Gesichtsschlag Nr. 2 from Gerd Eist on Vimeo.